Entlastende Mobilitätsdienste oder Protektionismus: Warum sich die Zukunft der Städte jetzt entscheidet

Robert Henrich
CEO, MOIA

Im ersten halben Jahr nutzten in Hamburg fast 800.000 Personen MOIA. Die Passagierzahlen steigen deutlich von Monat zu Monat. Die vollelektrische Flotte hat sich auf 200 Fahrzeuge verdoppelt, die Pooling-Quote beträgt bereits in dieser frühen Phase über 60 Prozent: MOIA zieht nach einem halben Jahr positive Bilanz. Ridepooling hat das Potenzial, in Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten.

Die Zukunft von sinnvollen und innovativen Mobilitätsdiensten ist jedoch in Deutschland in Gefahr. Es gibt aktuell keine rechtlichen Rahmenbedingungen, die Services wie MOIA dauerhaft ermöglichen. Mit der bevorstehenden Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) kann die Politik die notwendigen Weichen stellen, und einen praktikablen Rechtsrahmen für sich verändernde Mobilitätsanforderungen schaffen. Was muss bei der Novelle des PBefG berücksichtigt werden, damit umwelt-, sozial-, und stadtpolitische Vorteile des Poolings gefördert werden anstatt einfach nur bestehende Finanzierungs- und Geschäftsmodelle zu schützen und damit den Status quo in unseren Städten zu zementieren?

Robert Henrich, CEO von MOIA, über die Erfahrungen in Hamburg und die Chancen und Risiken von Ridepooling-Diensten.