Evolutionäre Blockchain Use Cases als Schlüssel zu disruptiven Geschäftsmodellen

Christian Stapel
Partner

Blockchain; nicht nur informationstechnisch ein Novum, sondern ein grenzüberschreitender Perspektivwechsel, der dazu einlädt, eingefahrene Prozesse vollständig neu zu denken. Das Phänomen Blockchain sorgt längst branchenübergreifend für Aufmerksamkeit, Anwendungsfälle gehen inzwischen weit über den originären Use Case der Finanztransaktion hinaus. Insbesondere in der Automobilindustrie, die sich immer mehr als globales Netzwerk, das im Zeitalter der flexiblen Mobilität die Basis für neue Geschäftsmodelle und die Einbindung neuer Partner darstellt, versteht, lässt sich eine schier unbegrenzte Anzahl von Anwendungsszenarien kreieren.

Dennoch werden Use Cases häufig in zu starren Systemgrenzen gedacht – und die Einladung der vollständigen Neuerfindung eingefahrener Prozesse somit abgelehnt. Dies hat zur Folge, dass die Skalierbarkeit, der Mehrwert und das Disruptionspotential von Blockchain-basierten Pilotprojekten häufig stark begrenzt bleibt bzw. fraglich ist. Dies ist laut der aktuellen MHP Studie zum Status-Quo und den Perspektiven der Anwendung von Blockchain-Technologien in Unternehmen der Automobilbranche, in der Anwender und Experten befragt wurden, einer der Gründe für die noch geringe Marktreife.

Der Schlüssel zu relevanten, vorteilhaften Blockchain Use Cases liegt in der Kreation evolutionärer Anwendungsfälle, welche sowohl zunächst im Pilotstadium erprobt als auch sukzessive und vor allem multidimensional ergänzt werden können. Welche Dimensionen dabei zu berücksichtigen sind und welche Evolutionsstadien ein exemplarischer Use Case aus dem Bereich Mobilität durchleben kann, wird im Vortrag vorgestellt.