Haftungsrechtliche Implikationen des 3D-Drucks

Felix Sedlmaier
Rechtsanwalt und Associated Partner im Münchener Büro, Kanzlei Noerr LLP

Haftungsrechtliche Implikationen des 3D-Drucks

Die Produktion der Zukunft wird auch durch den sog. 3D-Druck bestimmt.

Die Einsatzbereiche des 3D-Druckverfahrens sind enorm. Produkte können aus den klassischen industriellen Materialien Metall oder Kunststoff hergestellt werden. Ersatzteile müssen nicht mehr vorproduziert und gelagert werden, sondern können bei Bedarf vom Hersteller oder sogar vom Abnehmer selbst gedruckt werden. Neben diesem Effizienzgewinn ermöglicht der 3D-Druck durch das additive Fertigungsverfahren die Konstruktion völlig neuartiger Produkte, die mit traditionellen Herstellungsmethoden undenkbar war.
Die Einführung des 3D-Drucks führt jedoch auch zu Veränderungen der Wertschöpfungskette und wird den traditionellen Ablauf von Entwurf, Herstellung und Vertrieb der Produkte grundlegend umgestalten. Damit rückt diese Fertigungsmethode auch verstärkt in den juristischen Fokus. Der Begriff des „Herstellers“ verliert an Kontur, wenn Produkte von jedermann nach einem bestimmten Bauplan gefertigt werden können. Daran schließt sich die Frage nach der Haftung für ein 3D-gedrucktes Produkt an, insbesondere, wenn nach fremden Bauplänen gedruckt wird. Zudem ergeben sich neue Herausforderungen für die Qualitätskontrolle, wenn die bisherige, sichere und verlässliche Produktion umgestellt wird.

Der Vortrag behandelt diese haftungsrechtlichen Implikationen des 3D-Drucks.