Wie Mercedes-Benz durch MBOS die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt und das Kundenerlebnis neu definiert

Sajjad Khan
Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz AG, CTO

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde noch scharf getrennt zwischen der klassischen Industrie und Zukunftsbranchen wie dem IT-Sektor. Die zurückliegenden Jahre haben deutlich gemacht, dass diese Trennung zwischen New und Old Economy nicht mehr sinnvoll ist. Unser Unternehmen ist dafür ein Paradebeispiel: Lag früher das Hauptaugenmerk auf Stahl und Mechanik, so ist heute der Einsatz von Software und Spitzenelektronik mindestens genauso wichtig – oder womöglich noch entscheidender. Ähnlich verhält es sich bei der Frage, was Luxus ist. Luxus bedeutet heute nicht allein hochwertigste Materialien im Interieur zu verwenden; Luxus ist es auch, die fortschrittlichste Fahrzeugsoftware an Bord zu haben. Und genau das ist unser Ziel für jeden Mercedes-Benz Pkw.

Mit MBUX haben wir dank der cleveren Vernetzung aller Systeme und einer lernfähigen, intelligenten Software Maßstäbe für ein luxuriöses Kundenerlebnis gesetzt. Dem EQS haben wir als erstem Vertreter der EQ-Fahrzeugfamilie auch ein neues „Gehirn und Nervensystem“ gegeben, den MBUX Hyperscreen. Und dank intelligenter Software und Sensorik wird auch automatisiertes Fahren unsere Kunden entlasten – zunächst auf deutschen Autobahnen mit bis zu 60km/h. Das ermöglicht Nebentätigkeiten, wie im Internet surfen oder im In-Car-Office E-Mails zu bearbeiten.

Der nächste große Schritt: Unser eigenes Betriebssystem MBOS als direkte Schnittstelle für kundenerlebbare Features und damit einzigartige und einheitliche Softwareplattform für alle Mercedes-Benz Fahrzeuge. Das MBOS Betriebssystem wird fünf Domänen enthalten: Antriebsstrang, Autonomes fahren, Infotainment, Fahrzeugsteuerung und Kommunikation. Wir sind überzeugt, unseren Kunden mit diesem Schritt ein Höchstmaß an Luxus, Benutzerfreundlichkeit und Qualität bieten zu können.